Willkommen in der Kreisgruppe Remscheid!
Kreisgruppe Remscheid
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) setzt sich für den Schutz unserer Natur und Umwelt ein, damit die Erde für alle, die auf ihr leben, bewohnbar bleibt.
Seit dem Sommer 2025 ist die Kreisgruppe nun auch in Remscheid aktiv. Unser Ziel ist es, dass die Stadt grüner, lebendiger und naturnaher wird. Dabei weisen wir auf die Gefahren durch weitere Flächenversiegelung in Naturräumen hin, fördern Bildungsangebote für Kinder und Erwachsene und möchten gemeinsam mit Bürger*innen, Politik und Verbänden umweltfreundliche Lösungen, um Remscheid nachhaltig voranzubringen. Interessierte Bürger, passive Mitglieder und aktive Umweltschützer sind gleichermaßen bei uns willkommen. Kommen Sie einfach bei uns vorbei, schreiben eine Mail oder stöbern vorerst auf unserer Seite!
Kreisgruppe Remscheid
Natur schützen. Zukunft gestalten.
Remscheid ist mehr als nur eine Stadt – ein Lebensraum für Natur, Wälder und Artenvielfalt.
Diese Natur zu bewahren, ist unser zentrales Anliegen. Wir setzen uns dafür ein, wertvolle Lebensräume zu erhalten, Flächenversiegelung zu vermeiden und nachhaltiges Handeln vor Ort zu stärken, Denn jeder Quadratmeter Boden, jede bewusste Entscheidung im Alltag trägt zum Schutz unserer Umwelt bei.
Als Teil des BUND engagieren wir uns für eine zukünftige Entwicklung unserer Stadt bringen unsere Expertise in Planungen ein und informieren über aktuelle Umweltfragen.
Machen Sie mit! Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass Remscheid lebenswert und grün bleibt für uns und kommende Generationen.
Geplantes Outlet
Neue Pläne , offene Fragen zur weiteren Entwicklung
"Wir wollen schneller werden.“
Das erklärte Remscheids Oberbürgermeister Sven Wolf Ende August in einer Pressemitteilung. Auch in der Berichterstattung des RGA war davon zu lesen.
Aber was genau wird jetzt eigentlich schneller?
Ursprünglich sollte das Outlet an die Altstadt. Dann sollte plötzlich in zwei Bauabschnitten gebaut werden. Nun wird es als Verhandlungserfolg dargestellt, dass zuerst doch an der Altstadt gebaut werden soll. Gleichzeitig kommt jetzt die Wupperstraße ins Spiel, obwohl ihre Einbeziehung ursprünglich gerade nicht vorgesehen war.
Und offenbar wurde für die Wupperstraße bereits ein Preis ausgehandelt. Öffentlich ist wiederholt von einem „guten Deal“ die Rede. Die konkreten Vereinbarungen und vor allem die daraus entstehenden Folgen für unsere Stadt und das Umfeld sind für die Öffentlichkeit jedoch nicht vollständig nachvollziehbar.
Nach Berichten muss zuvor sogar noch der Kanal verlegt werden, möglichst mit Fördergeldern.
Und die Bäume?
Schon in den damaligen Planungen waren mehr als 50 Bäume dargestellt bzw. von den Planungen betroffen. Hinweise auf die Größenordnung des Eingriffs wurden teilweise als übertrieben abgetan. In den neuen Planungen scheint der Eingriff nun sogar noch größer zu werden.
Wie viele Bäume fallen tatsächlich? Welche können erhalten werden? Wo werden Ersatzbäume gepflanzt? Wo entstehen die notwendigen Ausgleichsflächen? Und wie werden Natur und Artenschutz bei der weiteren Planung berücksichtigt?
Das sind keine Nebensächlichkeiten.
Bäume spenden Schatten, kühlen unsere Stadt, speichern CO₂, filtern Schadstoffe und bieten Lebensraum für Vögel und Insekten. Sie sind damit ein wichtiger Bestandteil unserer Klimaanpassung und sie machen unsere Stadt lebenswert.
Aber auch wirtschaftlich müssen wir genauer hinschauen.
Wir erleben gerade bei anderen Baumaßnahmen, was es kostet, neue Straßenbäume zu pflanzen oder bestehende Bäume zu versetzen. Für große, gewachsene Bäume entstehen dabei schnell erhebliche Kosten.
Aber was passiert mit dem Wert eines Baumes, der Jahrzehnte gewachsen ist und anschließend gefällt wird?
Der Verlust seiner Kühlleistung, seiner CO₂ Speicherung, seiner Bedeutung für die Artenvielfalt und seiner Wirkung für das Stadtklima taucht in einer einfachen Kosten Nutzen Rechnung häufig gar nicht auf.
Ein Baum ist eben nicht nur ein Stamm mit einer Zahl im Baumkataster.
Und genau hier stellt sich die Frage nach der Wirtschaftlichkeit des gesamten Projekts.
Was kostet uns das Projekt tatsächlich, einschließlich der ökologischen und langfristigen Folgekosten? Und was ist der tatsächliche Nutzen für Remscheid?
Ein „qualitativer Mehrwert“, wie es einmal formuliert wurde, lässt sich schwer erfassen und gegen die tatsächlichen Kosten und Eingriffe aufrechnen.
Remscheid hat Klimaziele, eine Nachhaltigkeitsstrategie und gerade ein neues Stadtbaumkonzept auf den Weg gebracht.
Während viele Städte versuchen, mehr Grün in ihre Innenstädte zu bringen, Hitzeinseln zu reduzieren und ihre Städte klimaresilienter zu machen, droht hier ein anderer Weg.
Wir könnten wertvollen, gewachsenen Baumbestand verlieren und damit genau das Gegenteil dessen tun, was wir uns selbst in unseren Nachhaltigkeits und Klimazielen vorgenommen haben.
Auch die Frage, wie die Altstadt eine jahrelange Bauzeit verkraften soll, darf nicht ausgeblendet werden.
Nun heißt es: „Wir brauchen keinen perfekten Bebauungsplan, sondern einen rechtlich tragfähigen.“
Natürlich muss ein Bebauungsplan rechtlich tragfähig sein. Aber dafür müssen zunächst die wesentlichen Fragen geklärt werden, zu Natur, Klima, Verkehr, Kosten und den konkreten Auswirkungen auf die Menschen vor Ort.
Nach all den Planänderungen, neuen offenen Fragen und noch fehlenden Grundlagen jetzt von „Beschleunigung“ zu sprechen, hat deshalb schon etwas Ironisches.
Und genau deshalb ist die Petition jetzt so wichtig.
Die Planungen verändern sich immer wieder. Was heute noch nicht vorgesehen war, kann morgen plötzlich Teil des Projekts sein.
Wir wollen nicht irgendwann vor vollendete Tatsachen gestellt werden.
Denn wenn Verträge geschlossen, Grundstücke verkauft und Entscheidungen getroffen sind, wird es immer schwieriger, noch über Alternativen zu diskutieren.
Und während über Deals, Bauabschnitte und Beschleunigung gesprochen wird, stehen da die Bäume.
Sie können nicht verhandeln.
Ein gefällter Baum ist unwiederbringlich verloren.
Ein junger Ersatzbaum kann nicht innerhalb weniger Jahre die gleiche ökologische, klimatische und stadtgestalterische Wirkung eines alten, gewachsenen Baumes erreichen.
Gerade weil sich die Planungen derzeit so schnell verändern, wissen wir heute noch gar nicht sicher, welche Bäume am Ende tatsächlich gefährdet sind.
Deshalb müssen wir jetzt hinschauen und handeln, bevor Fakten geschaffen werden.
Genau deshalb unterstützen wir die Petition zum Schutz der Bäume .
Nicht gegen Veränderung.
Sondern für eine lebenswerte, grüne und zukunftsfähige Stadt.
Für eine Stadtentwicklung, bei der Natur und Klimaschutz nicht zuerst weichen müssen.
Wenn euch unsere Bäume und unsere grünen Lebensräume wichtig sind, unterstützt die Petition und helft mit, sie zu schützen.